Die wichtigsten Zahlungsdienstleister für Online-Shops in Deutschland

Die in diesem Artikel genannten Preise dienen ausschließlich zur allgemeinen Information. Alle Preisangaben können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern und variieren je nach Anbieter, Standort, Währung oder individuellen Konditionen. (Stand: 12. März 2025).
Ein Zahlungsdienstleister, auch als Payment Service Provider (PSP) bekannt, ermöglicht es Online-Händlern, ihren Kunden verschiedene Zahlungsmethoden sicher und effizient anzubieten. PSPs übernehmen die technische Abwicklung der Zahlungstransaktionen zwischen Kunden, Banken und Kreditkartenunternehmen. Dadurch entfällt für den Händler die Notwendigkeit, eigene Zahlungsinfrastrukturen zu entwickeln oder individuelle Verträge mit verschiedenen Zahlungsanbietern abzuschließen.
Die Auswahl eines geeigneten Zahlungsdienstleisters ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Online-Shops. Ein reibungsloser, sicherer und vielfältiger Zahlungsprozess kann die Conversion-Rate erhöhen und Kaufabbrüche reduzieren. Kunden erwarten eine bequeme Zahlungslösung mit den von ihnen bevorzugten Methoden. Ein professioneller Zahlungsdienstleister bietet daher nicht nur eine breite Auswahl an Zahlungsmethoden, sondern sorgt auch für technische Sicherheit und eine einfache Integration in bestehende Shopsysteme.
Vorteile:
Herausforderungen:
Die Integration eines Zahlungsdienstleisters in einen Online-Shop kann je nach Anbieter und Shopsystem unterschiedlich erfolgen. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptmethoden:
Unabhängig von der gewählten Methode ist es wichtig, die Sicherheitsanforderungen wie PSD2-Richtlinien und starke Kundenauthentifizierung (SCA) zu beachten. Zudem sollten Händler regelmäßig Testzahlungen durchführen, um sicherzustellen, dass die Integration reibungslos funktioniert.
PayPal ist einer der meistgenutzten Zahlungsdienstleister weltweit und besonders in Deutschland sehr beliebt. Kunden schätzen die einfache Abwicklung, da sie sich lediglich mit ihren Zugangsdaten einloggen und die Zahlung mit wenigen Klicks bestätigen können.
Zudem bietet PayPal einen Käuferschutz, der Kunden zusätzliche Sicherheit gibt.
Für Händler bedeutet die Nutzung von PayPal eine hohe Akzeptanz bei Kunden. Allerdings sind die Transaktionsgebühren vergleichsweise hoch, was besonders für kleine und mittelständische Händler eine finanzielle Belastung darstellen kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass PayPal als Drittanbieter Zahlungen in bestimmten Fällen einfrieren kann, was die Liquidität eines Unternehmens beeinträchtigen kann.
Klarna ist bekannt für seine „Kauf auf Rechnung“- und Ratenkauf-Optionen, die vor allem die Conversion-Rate im Online-Handel steigern. Kunden können die Ware zuerst erhalten und später bezahlen, was das Vertrauen in den Kaufprozess erhöht. Klarna übernimmt das Risiko von Zahlungsausfällen, sodass Händler immer ihre Zahlungen erhalten.
Allerdings sind die Gebühren von Klarna für Händler vergleichsweise hoch, und es kann zu Verzögerungen bei der Zahlungsabwicklung kommen, da Klarna eine Bonitätsprüfung der Kunden durchführt. Dennoch bleibt Klarna eine attraktive Option für Shops, die ihren Kunden flexible Zahlungsmöglichkeiten bieten möchten.
Stripe ist ein moderner Zahlungsdienstleister, der sich besonders an technisch versierte Händler richtet. Mit seiner flexiblen API können Unternehmen eine Vielzahl von Zahlungsmethoden direkt in ihre Plattform integrieren. Stripe unterstützt neben Kreditkarten auch Apple Pay, Google Pay und SEPA-Lastschriften.
Die Preisstruktur von Stripe ist transparent, und es fallen geringere Gebühren als bei beispielsweise PayPal an. Allerdings erfordert die Integration technisches Know-how, weshalb Stripe eher für größere oder technisch versierte Unternehmen geeignet ist.
Amazon Pay ermöglicht es Kunden, mit den in ihrem Amazon-Konto hinterlegten Zahlungsinformationen zu bezahlen. Dies erleichtert den Checkout-Prozess, da Kunden keine zusätzlichen Daten eingeben müssen.
Für Händler bedeutet Amazon Pay eine hohe Vertrauensbasis, da viele Kunden bereits Amazon-Kunden sind. Allerdings sind die Transaktionsgebühren ähnlich hoch wie bei PayPal und Amazon behält sich ebenfalls das Recht vor, Zahlungen in bestimmten Fällen zurückzuhalten.
Apple Pay ist vor allem bei Nutzern von iPhones und anderen Apple-Geräten beliebt. Zahlungen werden über die Wallet-Funktion auf dem Smartphone abgewickelt, sodass Kunden ihre Kredit- oder Debitkarten nur einmal hinterlegen müssen. Die Zahlung erfolgt per Fingerabdruck oder Face-ID, was für eine hohe Sicherheit sorgt.
Händler profitieren von schnellen und sicheren Transaktionen, allerdings ist Apple Pay nur für Apple-Nutzer verfügbar. Zudem erfolgt die eigentliche Zahlung über eine hinterlegte Kredit- oder Debitkarte, was Gebühren für Händler verursachen kann.
Google Pay funktioniert ähnlich wie Apple Pay, ist jedoch für Android-Nutzer konzipiert. Kunden können ihre Kredit- oder Debitkarten hinterlegen und mit ihrem Smartphone bezahlen. Google Pay ist international verbreitet und bietet eine bequeme und sichere Zahlungsmethode.
Für Händler bedeutet dies eine einfache Integration und einen schnellen Zahlungsprozess. Allerdings ist Google Pay nur für Android-Nutzer verfügbar, was die Reichweite etwas einschränkt.
Mollie ist ein europäischer Zahlungsdienstleister, der sich durch eine transparente Kostenstruktur auszeichnet. Händler können eine Vielzahl von Zahlungsmethoden anbieten, darunter Kreditkarten, PayPal und Klarna. Die Integration ist einfach und erfolgt meist über Plug-ins für gängige Shopsysteme.
Ein Nachteil von Mollie ist, dass es im Vergleich zu PayPal oder Stripe weniger bekannt ist. Dennoch bietet es eine kosteneffiziente und flexible Lösung für Händler, die eine einfache Zahlungsabwicklung wünschen.
Wero ist ein neuer Zahlungsdienstleister, der als Zusammenschluss von Giropay und Paydirekt entwickelt wurde. Die Plattform nutzt das System der Echtzeitüberweisung und ermöglicht es Kunden, Zahlungen direkt von ihrem Bankkonto aus durchzuführen. Durch die enge Zusammenarbeit mit deutschen Banken garantiert Wero hohe Sicherheitsstandards und eine schnelle Zahlungsabwicklung.
Für Händler bietet Wero den Vorteil, dass Zahlungen unmittelbar auf ihrem Konto eingehen und kein Drittanbieter als Zwischeninstanz auftritt. Dies führt zu niedrigeren Gebühren im Vergleich zu klassischen Kreditkartenzahlungen oder PayPal-Transaktionen. Zudem sind die Rückbuchungsraten geringer, da die Überweisungen direkt von den Bankkonten der Kunden autorisiert werden.
Ein Nachteil von Wero ist, dass die Plattform noch relativ neu ist und daher nicht die gleiche Marktdurchdringung wie etablierte Anbieter wie PayPal oder Klarna hat. Zudem ist die Nutzung auf wenige europäische Banken beschränkt, was internationale Kunden ausschließt.
Noda ist ein innovativer Zahlungsdienstleister, der auf Open Banking basiert und eine kosteneffiziente Alternative zu traditionellen Zahlungsmethoden bietet. Kunden können direkt von ihrem Bankkonto überweisen, ohne auf Kreditkarten angewiesen zu sein. Dies reduziert Transaktionskosten und erhöht die Sicherheit.
Für Händler bietet Noda zahlreiche Vorteile, darunter Echtzeit-Zahlungen, keine Chargeback-Risiken und eine einfache Integration über Plug-ins oder API. Noda bietet flexible Zahlungsoptionen, darunter Payment Links, No-Code Payment Pages, QR-Codes und direkte Banküberweisungen (Pay-by-Bank). Zudem unterstützt Noda mehrere Währungen und Länder (28 Länder und über 2.000 Banken), darunter Deutschland, die EU, Großbritannien, Brasilien und Kanada, was Noda auch für Händler mit internationalen Geschäften attraktiv macht.
Anbieter | Zahlungsmethoden | Gebühren (ca.) | Art der Integration | Vorteile | Nachteile |
PayPal | PayPal-Guthaben, Kreditkarte, Lastschrift | 2,49 % + 0,35 € pro Transaktion | Plug-in, API | Hohe Akzeptanz, einfacher Checkout, Käuferschutz | Hohe Gebühren, Chargebacks, Händler haben wenig Kontrolle |
Klarna | Rechnung, Ratenkauf, Sofortüberweisung | Bis zu 5 % je nach Markt | Plug-in, API | Flexible Zahlungsoptionen, hohe Sicherheit | Hohe Gebühren, eingeschränkte Methoden, lange Auszahlungszeiten |
Stripe | Kreditkarten, SEPA-Lastschrift, Apple Pay, Google Pay | 1,4 % + € 0,25 pro Transaktion für Karten, variiert je nach Zahlungsmethode | API | Flexible API, viele Zahlungsmethoden | Technische Integration erforderlich |
Amazon Pay | Amazon-Konto (Kreditkarte, Bankeinzug) | 1,9 % + 0,35 € pro Transaktion | Plug-in, API | Bekannte Marke, hohes Kundenvertrauen | Begrenzte Verfügbarkeit außerhalb Amazon |
Apple Pay | Kredit-/Debitkarten über Apple Wallet | Standard Bank-, Kartennetzwerk- und Zahlungsdienstleistergebühren | Plug-in, API | Sehr sicher, einfacher mobiler Checkout | Nur für Apple-Nutzer verfügbar |
Google Pay | Kredit-/Debitkarten über Google Wallet | Standard Bank-, Kartennetzwerk- und Zahlungsdienstleistergebühren | Plug-in, API | Einfacher mobiler Checkout, weit verbreitet | Nur für Android-Nutzer verfügbar |
Mollie | Kreditkarten, SEPA-Lastschrift, PayPal, Klarna | Abhängig von Zahlungsart, transparent | Plug-in, API | Einfache Integration, transparente Gebühren | Noch nicht so bekannt wie andere Anbieter |
Wero | Echtzeitüberweisung über deutsche Banken | Geringe Gebühren | Plug-in, API | Hohe Sicherheit, schnelle Zahlungsabwicklung | Begrenzte Nutzung außerhalb Deutschlands |
Noda | Open Banking, Pay-by-Bank, Payment Links, QR Codes | 0,5 % - 1% pro Transaktion | Plug-in (WooCommerce, Magento, PrestaShop, OpenCart), API | Geringe Kosten, hohe Sicherheit, keine Chargebacks, Echtzeit-Zahlungen | Bankabdeckung variiert je nach Land |
Die Analyse der Zahlungsdienstleister zeigt, dass traditionelle Anbieter wie PayPal, Klarna und Stripe zwar eine hohe Akzeptanz genießen, jedoch mit Nachteilen wie hohen Gebühren, längeren Auszahlungszeiten und potenziellen Chargeback-Risiken verbunden sind. Amazon Pay, Apple Pay und Google Pay bieten bequeme Checkout-Prozesse, sind aber oft auf bestimmte Kundengruppen beschränkt.
Die Wahl des richtigen Zahlungsdienstleisters hängt also stark von den individuellen Anforderungen eines Online-Shops ab. Fest steht allerdings, dass Open Banking Lösungen eine innovative und kosteneffiziente Alternative zu herkömmlichen Zahlungsmethoden für Online-Shops darstellen. Sie bieten Händlern eine sichere, sofortige Zahlungsabwicklung mit niedrigen Transaktionskosten und eliminieren das Risiko von Rückbuchungen.
Angesichts dieser Vorteile setzen immer mehr Händler auf Open Banking mit Anbietern wie Noda, um eine zuverlässige, zukunftssichere, transparente und effiziente Zahlungsoption für ihre Kunden bereitzustellen.
Händler profitieren mit Noda von einer zuverlässigen, zukunftssicheren und transparenten Zahlungsoption.
Ein geeigneter Zahlungsdienstleister sorgt für eine sichere, schnelle und unkomplizierte Zahlungsabwicklung. Durch die Integration beliebter Zahlungsmethoden wie PayPal, Kreditkarten oder Open Banking kann die Conversion-Rate erhöht und Kaufabbrüche reduziert werden. Zudem bieten viele PSPs Schutz vor Betrug und ermöglichen internationale Zahlungen.
Die Gebühren variieren je nach Anbieter und Zahlungsart. Typische Kosten sind Transaktionsgebühren (z. B. 1,4 % – 3 % des Umsatzes + eine feste Gebühr), monatliche Grundgebühren oder zusätzliche Kosten für bestimmte Zahlungsmethoden. Open Banking-Anbieter wie Noda bieten oft günstigere Konditionen als traditionelle Zahlungsanbieter.
Die Integration erfolgt meist über Plug-ins für E-Commerce-Plattformen wie Shopify, WooCommerce oder Magento. Alternativ bieten viele Anbieter APIs für maßgeschneiderte Lösungen. Wichtig ist, dass die Integration den aktuellen Sicherheitsanforderungen wie der PSD2-Richtlinie entspricht.
Open Banking ermöglicht direkte Banküberweisungen ohne Kreditkarten oder Drittanbieter. Dies reduziert Transaktionskosten, beschleunigt Zahlungen und eliminiert das Risiko von Chargebacks. Anbieter wie Noda bieten zudem flexible Zahlungsmöglichkeiten wie Payment Links, QR-Codes und Pay-by-Bank.